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Buchrezension: Frau Freitag; Voll Streng & Chill mal

Veröffentlicht am von lifeyourdream

Hi Leute,


 

und wieder ein Buch geschafft. Dieses mal eines mit dem Genre Komedie, das ich mir von einer Freundin ausgeliehen hab.

Ich hab den ersten Teil der Frau Freitag- Reiche schon gelesen und mochte ihn sehr, aber der zweite toppt das noch um weiten, finde ich :D

Da ich euch auch den ersten Teil noch nicht vorgestellt habe, liefere ich euch da auch gleich dazu etwas, zumindest so viel ich noch weiß. Es ist schon ein bisschen her, dass ich diesen gelesen habe.

Inhalt "Voll streng, Frau Freitag":

»Hitler hat die Mauer gebaut«, glauben Abdul und Ronnie.http://ecx.images-amazon.com/images/I/41tabX%2Br-8L._BO2,204,203,200_PIsitb-sticker-arrow-click,TopRight,35,-76_AA300_SH20_OU03_.jpg

Esra stylt sich im Disco-Islam:rosa oder türkis mit Glitzer und natürlich Kopftuch.

Und Samira, die Klassenqueen, kann sich keine Sekunde von ihrem Handy trennen und hält hyperaktive Siebtklässler in Schach.

An Frau Freitags Schule geht es immer voll ab. Ihr Alltag als Lehrerin ist absurd-komische Realsatire - verrückt, anrührend und vor allem sehr lustig.

Aber Frau Freitag findet: Ich habe den schönsten Beruf der Welt. 


Wie ihr seht ist das Buch aus der Sicht einer Lehrerin geschrieben. Diese unterrichtet an einer Gesamtschule in Berlin Kunst und Englisch. Bei ihr treffen sämtlichen Herkunftsländern aufeinander und lassen ein sehr witziges Kulturchaos entstehen.

Frau Freitag versucht das mit verschiedenen Mitteln zu lösen und hat dabei gemischte Erfolge.

Ich fand das Buch damals schon gut, da es sich leicht lesen lässt und man sich super sowohl in die Klasse als auch in Frau Freitag hineinversetzen.

 

 

Inhalt "Chill mal, Frau Freitag":http://www.vorablesen.de/sites/vorablesen.de/files/styles/180_300/public/buecher/cover/Cover_Freitag_Streng.jpg

»Ich schwöre, ich habe perfekt deutsch gesprochen. Ich glaube, ich habe sogar gesagt: Ich habe mein Praktikum absolviert. So spreche ich sonst nie. «Frau Freitags Klasse ist jetzt in der Zehnten. Alles dreht sich um den Abschluss. Wirklich alles? Während Frau Freitag ihre Schüler nachts auf Facebook an ihre Bewerbungen erinnert und tagsüber durch die Prüfungen schleust, haben Bilal, Emre und Mariam ganz andere Probleme: »Wie kam man eigentlich ins Internet, als es noch keine Computer gab?« – »Moment noch Frau Freitag, gleich fertig mit Handy.« – »Hab ich Selbstbräuner raufgesprüht und heute Morgen voll Schock: volldunkelbraun.« Aber wie soll eigentlich Frau Freitag ohne ihre Klasse überleben?

 


So, im zweiten Teil geht es also um die selbe Klasse ein paar Jahre später.

Da ich gerade auch in der 10. Klasse bin kann ich mich in diese Situation ziemlich gut reinversetzen und bin begeistert, wie sehr das Buch das alles wiederspiegelt.

Es ist zwar nicht so, dass in meiner Schule so viele Ausländer wären, dennoch fühlt man sich als Schüler sofort damit angesprochen und Lehrer geht es offensichtlich genauso, wie ich in vielen Rezensionen erkennen konnte.

Man muss sich bei manchen Sachen echt wegschmeißen.

Die BILD- Zeitung hat mal ein paar von Frau Freitags Anekdoten zusammengefasst. Vielleicht bekommt ihr ja auch Lust aufs lesen :D

1. Eine der Lieblingsbeschimpfungen aller Schüler ist ja Spast. Jedes Mal, wenn ich das Wort höre, frage ich die Schüler: „Weißt du denn, was ein Spast ist?“ Und ich bekomme immer die gleiche Antwort: Ja, klar. Ein Spast ist ein kleiner Vogel.“

2. Geschichtlich ist es ein ähnliches Trauerspiel, denn auf die Frage „Wer hat denn die Mauer gebaut?“ bekomme ich in jeder Klasse immer die gleiche Antwort. „Hitler.“

3. Deutsche heißen in unserer Schule übrigens grundsätzlich Kartoffeln. Die Schüler nennen uns zwar nicht dauernd so, aber wenn jemand sagt: „Das war die Kartoffel in Ihrer Klasse“, dann weiß jeder, dass der Schüler keinen Migrationshintergrund vorweisen kann.

4. Gespräch In einer 10. Klasse:

„So, Erdal, was weißt du denn über den Mauerfall?“

„Gar nix. Interessiert mich nicht.“

„Aber du wohnst doch hier. Das ist die Geschichte von Deutschland.“

„Frau Freitag. Da war ich noch gar nicht geboren!“

5. Meine absoluten Favoriten sind die schon im Voraus angekündigten Ferienverlängerungen. „Frau Freitag, wir fahren aber schon am Montag Türkei.“ „In die Türkei. Aber Emre, da sind doch noch gar keine Sommerferien.“ „Is doch egal.“

6. An meiner Schule haben wir mit der Integration überhaupt kein Problem. Fröhlich integrieren wir seit Jahren und sind damit sehr erfolgreich. Beim letzten Ramadan übergab sich Susi in der Mathestunde, weil ihr vom Fasten schlecht geworden war, und Rainer kam im März vor dem Unterricht auf mich zu: „Ich heiße ab jetzt Mohamed.“

7. Weiteres Beispiel für ein Gespräch:

„Weißt du, Tarek, wir sind hier in der Schule, da hast du nicht so zu reden, du musst dich mir gegenüber respektvoll verhalten, und ich will so etwas hier nicht hören, dass du einen Porno drehst.“

„Hab ich ja gar nicht gesagt, ich hab gesagt, dass ich einen Porno mitbringen werde.“

„Und was soll das jetzt? Was willst du hier mit ’nem Porno?“

„Da können Sie sich einen drauf runterholen.“

8. Auch aktuelle Themen versuche ich einzubinden:

„Hat eigentlich jemand von euch die Diskussion um Sarrazin mitbekommen?“

„Sarrazin?“

„Ja, Thilo Sarrazin. Weiß jemand, wer das ist?“

„Sarrazin, ich weiß!“, meldet sich Yusuf. „Sarrazin ist doch so eine Säure.“

9. Telefonat mit einem Vater:

„Guten Tag, hier spricht Frau Freitag, ich bin die Klassenlehrerin von Derya. Ich wollte fragen, warum sie nicht in der Schule ist.“

Vater: „Derya?“

„Ja, Derya, Ihre Tochter.“

Vater: „Derya Schule!“

„Nein, Derya nix Schule. Hier ist die Schule. Ich bin Schule.“

Vater: „Derya Schule!“

„Derya nix Schule!“

Der Vater stockt kurz: „Derya nix Schule?“

„Nein.“

Vater: „Danke.“

Haben Sie sich beim Lesen auch die Frage gestellt, ob sie wirklich bei diesen Anekdoten schmunzeln, zustimmend nicken oder sogar lachen sollten?

So, das waren ein paar Stellen aus dem ersten Buch :D

Im zweiten geht es vorallem darum, dass sich keiner der Schüler für seine Bewerbung interessiert geschweige denn sich bewirbt. So macht sich Frau Freitag mehr Sorgen um die Zukunft der Schüler, während diese mit Schwänzen und Weihnachtswichteln beschäftigt sind.

Meine Meinung:

Absolute Lesenswert! Das beste, wenn man am Abend mal etwas leichtes lesen will und jetzt nicht die große Spannung erwartet, sondern sich einfach mal amüsieren will.

Gesamtnote: 2

So, das war mal wieder ein Artikel seit langem. 
Tut mir leid, aber in letzter Zeit gewinnt mal wieder der Stress die Überhand in meinem Leben :(

AAbschied lifeyourdream2 

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Isi 03/12/2013 18:47


Hört sich echt cool an!


Danke für die Rezension!! :)

lifeyourdream 03/12/2013 22:01



Musst du dir auch mal ausleihen ;)


Immer gerne :D



AL 03/12/2013 18:32


Kann mich deiner Meinung nur anschließen!:)


Fand das Buch auch super!

lifeyourdream 03/12/2013 22:00



 war irgendwie schon voll cool :D


 


Danke